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Glossar

Krankschreibungsbetrug

Krankschreibungsbetrug bedeutet, eine Krankheit vorzutäuschen, um weiter Lohn zu erhalten. Er kann eine fristlose Kündigung rechtfertigen und als Betrug strafbar sein.

Begriff
Krankschreibungsbetrug
Stand
27. September 2026

Was der Begriff bedeutet

Eine ärztliche Krankschreibung hat vor Gericht zunächst hohen Beweiswert. Zweifel des Arbeitgebers genügen nicht, er muss konkrete Umstände beweisen, die ernsthafte Zweifel begründen. Das Bundesarbeitsgericht entschied 2021, dass eine Krankschreibung, die passgenau die Kündigungsfrist abdeckt, ihren Beweiswert verlieren kann. Der Arbeitnehmer muss dann seine Erkrankung im Einzelnen darlegen.

Eine Überwachung darf der Arbeitgeber nur veranlassen, wenn konkrete Tatsachen den Verdacht begründen. Ohne ausreichenden Anlass kann die beobachtete Person eine Geldentschädigung verlangen: Das Bundesarbeitsgericht sprach 2015 einer Sekretärin 1.000 Euro zu, die an vier Tagen von einem Detektiv gefilmt worden war.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Erschütterung des Beweiswerts einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, Bundesarbeitsgericht,
  2. § 263 StGB - Betrug, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,

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Stand dieser Angaben: 27. September 2026.